deZem Depesche Juni 2013


Sankey-Diagramme mit deZem

Ein Sankey-Diagramm ist eine graphische Darstellung des sich verzweigenden Flusses von Energie oder Material in einem Gebäude, einer Fabrik oder einer anderen Organisation. Je mehr zwischen zwei Punkten fließt, desto breiter wird der betreffende Fluss dargestellt. Sankey-Diagramme sind wichtige Hilfsmittel zur Visualisierung von Ineffizienzen und Einsparpotenzialen im Umgang mit Ressourcen. In der unten dargestellten Abbildung ist exemplarisch illustriert, wie 41% der eingekauften Energie als ungenutzte Abwärme verschwindet.

Der irische Ingenieur Captian Riall Sankey entwickelte 1869 die Darstellungsform zur Analyse der thermischen Effizienz von Dampfmaschinen. Seitdem finden diese Diagramme Anwendung, um die Energie- und Materialbilanzen von komplexen Systemen plastisch zu illustrieren.

In ihrer über 100jährigen Geschichte wurden Sankey-Diagramme immer dann eingesetzt, wenn es um den Verbrauch von knappen Ressourcen ging. Aufgrund steigender Energiepreise und der Forderung nach effizienten Technologien und kontinuierlich verbesserter Materialeffizienz gewinnen Sankey-Diagramme wieder verstärkt an Bedeutung.

Sankey Diagramm

Auf dem Softwaremarkt haben sich diverse Anbieter für Sankeydiagramme (z.B. e!Sankey, Sankey PROFI Energie u.a.) etabliert, die eine einfache Konfiguration auch komplexer Energie- und Materialströme ermöglichen. Diese Darstellungen sind jedoch statisch. Eine dynamische Verknüpfung mit Energiecontrollingsystemen, welche die Dicke der Pfeile je nach aktuellem Verbrauch aktualisiert, war bisher nicht möglich.  

deZem bietet nun eine einfache Anbindung an Sankey-Diagramme, als Teil des webbasierten Energiecontrollings. Über eine XML Schnittstelle können Sie Ihre Messdaten und virtuelle Zähler in beliebiger zeitlicher Aggregation immer aktuell in Ihr Sankeydiagramm synchronisieren.

Auch rein webbasierte Sankey-Diagramme sind bei deZem jetzt als "Spezialvisualisierung" verfügbar.

Bei Fragen zu diesen Möglichkeiten und zur Erstellung von Sankey-Diagrammen unterstützen wir Sie jederzeit gern.

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Monitoringsystem für solar betriebenes Forschungsschiff

Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. hat deZem ein internetbasiertes online-Energiemonitoringsystem für ein Solarboot in Betrieb genommen. Neben allen relevanten elektrischen Betriebsdaten (Batteriekapazitäten, Ladeströme, Antriebströme, Umwandlungsverluste etc.) werden auch Umweltparameter (Solareinstrahlung, Windgeschwindigkeit und Temperaturen) sowie Navigationsdaten (Position, Geschwindigkeit etc.) laufend übertragen, online visualisiert und überwacht .

Das so ausgerüstete Forschungsschiff »Solar Explorer« befährt den Werbelllinsee im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Dieses ausschließlich mit Solarstrom betriebene schwimmende Labor ist als Forschungsschulungsschiff konzipiert und dient der Umweltbildung vor allem von Kindern und Jugendlichen aber auch von Erwachsenen.

Auf dem 18 Meter langen Katamaran werden Fragen rund um die Themen regenerative Energien und den Lebensraum Wasser gestellt und Antworten gemeinsam erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf erlebnisbezogenem Unterricht. Die jungen Forscher sollen befähigt werden, aus ihrer Neugier eigene Projekte zu entwickeln und durchzuführen. (weitere Informationen unter www.solar-explorer.de)

Spezialvisualisierung Solar Explorer Wetterdaten

Die von deZem erstellte Spezialvisualisierung (s. Abbildungen) dient der Echtzeitdarstellung aller relevanten Messwerte für Schulungszwecke während der Fahrt. Neben der Beschäftigung mit den Umweltaspekten ist die direkte Erlebbarkeit des Schifffahrens und der damit verbundenen energetischen Zusammenhänge ein wesentliches Element eines Besuchs auf dem Solaren Forschungsschiff. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Verständnisses von regenerativen Energien sowie von Ökosystemen und deren Schutz als lebenserhaltende Grundlage unserer Zukunft.

Spezialvisualisierung Solar Explorer Betriebsdaten

Die Spezialvisualisierungen werden lokal auf dem Solarboot erzeugt. Zusätzlich werden die Messdaten an die zentrale Serverinfrastruktur von deZem übertragen und stehen im Rahmen eines Langzeitmonitorings webbasiert zur Verfügung. So können beispielsweise die Batteriekapazitäten auch außerhalb der eigentlichen Nutzungszeiten überwacht und bewertet werden.
Spezialvisualisierungen dieser Art erstellen wir gerne für jede denkbare Situation. Sie können auf den zentralen Servern im Internet laufen, aber wie hier auch direkt auf den äußerst energieffizienten Industrie-PCs (iPC’s) am Ort des Geschehens – ohne die Notwendigkeit einer Internetanbindung.

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Interaktive Karte für die schnelle Übersicht über alle Messungen

Unsere interaktive Karte demonstriert eine elegante Möglichkeit, schnell aktuelle Messdaten von vielen verteilten Standorten zu sichten. In dieser Karte haben wir z.B. den Ort „Berlin Nord“ mit Links zu aktuellen Wetterdaten als Managementbericht und als Kurvenansicht in deZemVis (erfordert Login) ausgestattet.

Probieren Sie es aus: klicken Sie auf Berlin Nord (blaues Fähnchen) und dann auf "30 Tage Report"!

Die grünen Fähnchen markieren andere Orte mit Wetterstationen, die im deZem-System enthalten sind - auch diese könnten Links oder direkt Messwerte anzeigen. Die Daten dieser Wetterstationen liegen übrigens auch historisch in unserer Datenbank vor (teilweise für die letzen 10 Jahre) und können von allen unseren Kunden für das Energiecontrolling mit deZem-Software genutzt werden.

In einer solchen Karte ließen sich zum Beispiel die Energieverbräuche von weltweit verteilten Produktionsstätten überwachen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und insbesondere für große Organisationen mit mehreren Standorten interessant.

Wir erarbeiten gerne mit Ihnen gemeinsam eine individuelle Kartenvisualisierung, die Ihnen eine wirkliche Hilfe ist!

 

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Attraktive Fördermaßnahmen verkürzen Amortisationszeit von Energieeffizienzprojekten

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt seit einigen Monaten Fördermittel für Energieeffizienzmaßnahmen in branchenübergreifenden Querschnittstechnologien. Die Höhe der Zuwendungen beträgt bis zu 30 % der Ausgaben.

Gerade technische Anlagen und Aggregate, die verbreitet in Unternehmen zum Einsatz kommen – wie Druckluftsysteme, Pumpen, elektrische Antriebe etc. (so genannte Querschnittstechnologien) – gehören vielfach zu den größten Energiefressern. Dieses Förderprogramm soll Ihr Unternehmen bei dem Ersatz ineffizienter Anlagen oder Aggregate durch neueste energiesparende Technik unterstützen. Eventuell höheren Investitionskosten in hocheffiziente Technik stehen erheblich niedrigere Energiekosten über die gesamte Lebensdauer der neuen Anlage gegenüber, so dass die Investition sich in der Regel leicht amortisiert – und mithilfe der Förderung jetzt in noch kürzerer Zeit rechnen. Durch den Einsatz von Messtechnik zur energetischen Bewertung des Ist-Zustandes lassen sich die geeigneten Maßnahmen zum Heben  signifikanter Einsparungen leicht identifizieren, und im Nachgang überwachen und dokumentieren.

Einsparpotentiale in Querschnittstechnologien

„Mit der Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien setzt das BAFA eine weitere wichtige Aufgabe im Rahmen der Energiewende um“ betont Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA. „Die Erschließung bestehender Energieeinsparpotentiale in Industrie und Gewerbe durch den Einsatz effizienter Querschnittstechnologien ist ein wichtiger Beitrag, um die ambitionierten Energieeffizienz-Ziele der Bundesregierung zu erreichen.“

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten und bis zu 100 Mio. Umsatz sowie Energiedienstleister (Contractoren), die Investitionen im Auftrag der genannten Unternehmen durchführen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden der Ersatz und die Modernisierung von Einzelkomponenten und die Optimierung ganzer Systeme, wenn dabei hocheffiziente und am Markt verfügbare Technologien zum Einsatz kommen (siehe Merkblätter auf der Webseite des BAFA):

1. Einzelmaßnahmen
Ersatzinvestitionen zum Austausch alter und ineffizienter Einzelkomponenten und Aggregate werden ab einem Investitionsvolumen von 5.000 bis höchstens 30.000 Euro als sogenannte „Einzelmaßnahmen“ in folgenden Bereichen gefördert:

  • elektrische Motoren und Antriebe
  • Pumpen
  • Raumlufttechnische Anlagen
  • Druckluftsysteme
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung und zur Abwärmenutzung (für raumlufttechnische Anlagen und Druckluftsysteme)

2. Systemische Optimierung
Eine umfassende Modernisierung und Optimierung mehrerer Einzelkomponenten und Aggregate (so genannte „Systemische Optimierung“) wird ab einer Investition von 30.000 Euro gefördert. Hier wird zusätzlich – auch zur Vermeidung teurer Fehlinvestitionen – ein Energieeinsparkonzept gefordert. Dieses muss von einem Energieberater erstellt sein und den Nachweis erbringen, dass bei Durchführung der Maßnahmen eine Energieeinsparung von mindestens 25 Prozent gegenüber dem Ist-Energieverbrauch zu erwarten ist. Eine Quantifizierung des Ist-Zustands - beispielsweise durch deZem Mess- und Analysetechnik - ermöglicht die fundierte Dokumentation der Einsparpotentiale und des letztendlichen Erfolges.

Gegenüber den Einzelmaßnahmen werden bei einer „Systemischen Optimierung“ zusätzlich auch Maßnahmen in folgenden Bereichen gefördert:

  • Messtechnik zur Ermittlung des Energieverbrauchs
  • Energieberatung
  • Beleuchtungsanlagen
  • die Dämmung von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen

deZem unterstützt Sie gerne beim Erstellen des Energiesparkonzeptes und natürlich mit Messtechnik und guter Datenaufbereitung!

3. Fachplanung/Energieberatung
Neben der Erstellung eines Energieeinsparkonzepts wird darüber hinaus die sich anschließende Fachplanung der Investition und deren Umsetzung unterstützt.

Durch den Austausch von Energiefressern ist eine Effizienzsteigerung von 25 Prozent und mehr in vielen Unternehmen erreichbar. Eine geförderte Energieberatung etwa aus dem Programm „Energieberatung Mittelstand“ lohnt sich auch dann, wenn zunächst nur eine Einzelmaßnahme finanziell darstellbar ist. Denn die Förderung kann durch dasselbe Unternehmen auch mehrfach in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen können Sie der Webseite des BAFA entnehmen.

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